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Peter rückt an die Spitze


Jubel bei den Brotterodern, aber auch keine Trauer bei den Trusetalern: Jens Peter aus der Oberstadt ist nun oberster Feuerwehrmann der Kommune. Doch auch Gegenkandidat Marcus Brenn ist kein Verlierer.


Text und Fotos von Annett Recknagel


Kein Kulturkampf, kein Krawall, Fingerhakeln, Vielmehr lief die Wahl des Stadtbrandmeisters der Freiwilligen Feuerwehr Brotterode-Trusetal sehr diszipliniert und fair ab. Bereits nach einer dreiviertel Stunde stand das Ergebnis fest: Der frühere Brotteroder Stadtbrandmeister Jens Peter steht als Oberhaupt jetzt der gesamten Brandbekämpfungstruppe der Stadt Brotterode-Trusetal vor. "Der Wählerwille war eindeutig", stellte Markus Schmidt, Fachdienstleiter Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst im Landratsamt Schmalkalden-Meiningen, heraus. Von den 61 an der Wahl beteiligten Kameraden hatten sich 35 für Jens Peter und 25 für den Trusetaler Wehrführer Marcus Brenn entschieden. Eine Stimme wurde als ungültig angesehen. Die Wahlbeteiligung lag bei 95,3 Prozent - einzig drei Kameraden fehlten.

Laut Satzung wären schon 22 Wehrmitglieder ausreichend gewesen, um den Stadtbrandmeister rechtskräftig zu wählen. Erforderlich geworden war die Wahl eines Stadtbrandmeisters durch die Fusion beider Orte. Als ersten Schritt in diese Richtung hatte man eine neue Satzung, die für beide Freiwillige Feuerwehren gültig ist, erarbeitet. Diskutiert und beschlossen worden sei sie bereits im Stadtrat Brotterode-Trusetal, berichtete Bürgermeister Karl Koch (pl.) gleich zu Beginn der Wahlversammlung.

Aufgestellt habe man diese Satzung in enger Zusammenarbeit mit dem Landratsamt. Markus Schmidt bestätigte vor der Versammlung deren Rechtskraft. "Die Satzung wurde durch die untere Rechtsaufsichtsbehörde bestätigt und für gültig erklärt", sagte er. In der Stadt Brotterode-Trusetal sei sie am 2. Dezember 2012 im Amtsblatt veröffentlicht worden.

Mit dem neuen Stadtbrandmeister ändere sich nichts an der weiteren Existenz zweier Freiwilliger Feuerwehren in Trusetal und Brotterode, betonte der Bürgermeister vor der Wahlhandlung. Weiter verlas er die Wahlordnung, deren Vorstand von Kreisbrandmeister Matthias Kind, Markus Schmidt und Bianca Neidhardt als Schriftführerin gebildet wurde. Die Wahl selbst erfolgte schriftlich und geheim. Mit Jens Peter und Marcus Brenn kandidierten die beiden Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren von Brotterode und Trusetal. Weitere Vorschläge gab es aus der Versammlung nicht. Noch vor dem Wahlakt gab Bürgermeister Karl Koch zu bedenken: "Es geht nur Miteinander - nicht gegeneinander - und das sollte zum Wohle unsere Stadt das oberste Prinzip sein."

Die Anwesenden folgten seiner Empfehlung, die bereits auf dem Kopf der Tagesordnung als Motto des Abends formuliert waren. Dort hieß es: "Das Bewährte erhalten und das Neue versuchen - darin sehen wir den Erfolg unserer bisherigen Zusammenarbeit." Sehr diszipliniert nahmen die Wehrleute ihre Wahlzettel entgegen. In zwei Kabinen konnten sie ihren Wunschkandidaten ankreuzen und das zusammen gefaltete Papier schließlich in die Wahlurne stecken. Kreisbrandmeister Michael Kind überwachte die Stimmabgabe ebenso wie Markus Schmidt. Auch die Stimmauszählung erfolgte zügig und ohne Vorkommnisse.

Als Schmidt das doch sehr eindeutige Ergebnis und damit den Sieg für Jens Peter verkündete, brach in der Brotteroder Ecke spontaner Jubel aus. Auch die Trusetaler applaudierten ihrem neuen Stadtbrandmeister. Jens Peter gehört seit seinem 16. Lebensjahr den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr Brotterode an. Seit 20 Jahren ist er Chef der Brotteroder Wehr. Von dem eindeutigen Wahlergebnis war der 52-Jährige sehr überrascht. "Das hatte ich nicht erwartet - jetzt bin ich eiskalt erwischt", sagte der Hauptbrandmeister. Wichtig sei ihm das Miteinander der beiden Wehren. "Wir wollen keine Kleinkriege führen", betonte Peter. Freilich seien einige Veränderungen möglich.

Zunächst aber sollten die beiden noch ausstehenden Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren in Brotterode und Trusetal abgewartet werden. Erst danach könne man sich zusammen setzen und ein Konzept für die künftige Arbeit entwickeln.

In Brotterode wird es im Rahmen der Jahreshauptversammlung, die Anfang Februar vorgesehen ist, eine Neuwahl des Wehrführers geben. Ob das auch in Trusetal der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Fest aber steht: Der jetzige Wehrführer Marcus Brenn ist nach der Wahl des Stadtbrandmeisters der Stellvertreter von Jens Peter.

Bürgermeister Koch sprach im Nachhinein von einer guten Wahl, mit der jeder leben könne. "Es ist ein Signal, das die anstehenden Aufgaben gemeinsam erfüllt werden", sagte er. Den Feuerwehrleuten sicherte er auch künftig seine Unterstützung als Bürgermeister zu. Zudem brachte er am Ende der Veranstaltung noch einmal seinen Respekt zum Ausdruck, dass sich so viele Wehrmitglieder zur Wahlversammlung im Trusetaler Rathaus eingefunden hatten.


Artikel erschienen in "Freies Wort / stz"


Übergabe eines mobilen Rauchverschlusses


Sparkassenversicherung rüstet die Feuerwehr der Stadt Brotterode-Trusetal mit mobilen Rauchverschlüssen aus.

Brotterode-Trusetal, 11. September 2012

Im Beisein von Bürgermeister Karl Koch und der Kämmerin Natalia Wolf übergab der Geschäftsstellenleiter Bernd Franke 2 mobile Rauchverschlüsse an den Wehrführer des Ortsteiles Trusetal, Herrn Marcus Brenn, und an den Wehrführer des Ortsteiles Brotterode, Herrn Jens Peter.
Mit schadenarmen Löschtaktiken lassen sich Personen- und Sachschäden reduzieren. Das Projekt „Mobile Rauchverschlüsse“ der Sparkassenversicherung (SV) unterstützt diese Zielsetzung der Feuerwehr. „Der mobile Rauchverschluss versetzt die Wehr in die Lage, die Ausbreitung von Brandrauch sehr viel besser zu kontrollieren und zu begrenzen“, erläutert Herr Franke, Geschäftsstellenleiter der SV das Konzept der Rauchverschlüsse. Bislang geht die Feuerwehr bei Brandeinsätzen in mehrgeschossigen Gebäuden meist über den Treppenraum vor. Hier besteht die Gefahr, dass durch das Öffnen der Türen der Rettungsweg für fliehende Menschen durch die Ausbreitung von Rauch gefährdet wird. „Mit einem mobilen Rauchverschluss lassen sich rauchfreie Treppenräume als Rettungswege sicherstellen, Rauchgasinhalationen vermeiden, kritische Einsatzsituationen entschärfen und umfangreiche Sachschäden verhindern“, erläutert der Schadenverhütungsexperte das neue System.
Der Rauchverschluss besteht aus einem schwer entflammbaren Gewebe, das mit Klettverbindungen an einen Metallrahmen befestigt ist. Der Rahmen kann beim Auseinanderziehen unabhängig von der Türbreite leicht und schnell in eine optimale Position gebracht werden. Der Rauchverschluss benötigt nur wenige Sekunden Einbauzeit und findet auf jedem Feuerwehrfahrzeug Platz. Nach Ausbau ist der Rauchverschluss einfach zu reinigen, hat keine Verbrauchs- oder Verschleißteile und hinterlässt keine Schäden am Türrahmen. Von der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) wurde die Idee für einen mobilen Rauchverschluss für die Feuerwehr mit einem „Excellent Award“ ausgezeichnet.


Schon seit vielen Jahren kooperiert die SV mit den Feuerwehren in Hessen, Thüringen und Rheinland Pfalz unter anderem bei den Themen Brandschutz und Brandschutzerziehung und –aufklärung. Von 2012 bis 2014 stattet die SV die Feuerwehren ihrer kommunalen Kunden mit mobilen Rauchverschlüssen mit einem Einzelwert von 450 € aus.

Weitere Informationen:
www.sv-kommunal.de oder
Kommunal-Spezialisten der SV SparkassenVersicherung: Telefon: 0361 2241-45891

© Text und Bild: Stadtverwaltung Brotterode-Trusetal


Foto-Archiv


Na, Foto nicht mehr gefunden? Dann ist das wohl schon länger her - schon mal im Archiv nachgesehen...?


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